Randnotizen - Hundert Mann und ein Befehl: Als Berufssoldat in Afghanistan, als Mensch in der Heimat - ein Tagebuch zweier Welten


 
Grottenschlechter Text !
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Aufgrund der überwiegend sehr positiven Leser-Rezensionen, die mir im Nachhinein absolut unverständlich sind, habe ich dieses Machwerk erstanden. Kurz zusammengefasst: Absolut enttäuschend !
Wenn man keinen Stern vergeben könnte, hätte ich keinen vergeben !
Es mag sein, daß die Aufmachung des Werks noch rechtfertigt, daß man der Erstellerin dafür eine sehr gute Beurteilung im Fachgebiet Grafik zukommen läßt, was allerdings im Textteil geboten wird, ist schlicht und ergreifend eine Frechheit.
Ein Soldat, der nach eigener Aussage lieber Pferde-Pfleger geworden wäre, dient also als Personenschützer in Afghanistan. In den textlich verstümmelten Randnotizen und den längeren Tagebuch-Sätzen kommt höchstens durch, daß der Autor ein deutliches Problem mit Politikern und höherrangigen Soldaten hat. Es gibt praktisch keinen diesbezüglichen Satz, in welchem nicht Hohn und Spott über diese Personen niedergeschrieben wurde.
Leider wird nur in viel zu geringem Umfang das alltägliche Leben, die Entbehrungen und die Gefahren als Soldat in Afghanisten beschrieben. Und wenn es doch einmal gemacht wird, ist es alles andere als eindrücklich. Auch umfasst das Tagebuch nur einen kleinen Bruchteil der erlebten 180-Tage-Mission. Die Probleme, die z. B. zu Hause entstanden, weil die Ehefrau plötzlich viele Dinge alleine regeln mußte, werden gar nicht beschrieben.
Meines Erachtens hat der Autor kein Problem mit einer post-traumatischen Belastungsstörung, für mich war das eher eine Art verspätete Frust-Bewältigung, die verarbeiten sollte, daß er nicht den gewünschten Beruf ergreifen durfte, danach mehr oder weniger absichtlich einen schlechten Schulabschluß hingelegt hat und dann als Fliesenleger auch nicht das Gelbe vom Ei war. Glücklicherweise gibt es für solche annähernd gescheiterten Existenzen dann das Auffangbecken Bundeswehr - und die macht so einen Mann dann auch noch zu einem Personenschützer ! Wenn die geschützen Personen geahnt hätten, wie es bei diesem Soldat innen drin aussieht, hätten sie sich sicher nicht von ihm beschützen lassen.
Ich habe, für den Zeitraum nach 1945, zahllose Bücher gelesen, in denen Soldaten aller Dienstgrade und Nationen ihre Erlebnisse in Kriegen (Korea, Vietnam, Golf I+II), "bewaffneten Konflikten" (Aserbaidschan, Georgien, Kurden, Falkland) und weiteren Missionen (ex-Jugoslawien, Afghanistan) bzw. die nachfolgenden Erlebnisse im Privatleben zu Papier gebracht haben.
Keines war so schlecht wie dieses !
Eine Rezension von Martin Mahle > near Augsburg, Germany
vom 8. März 2010
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